Donnerstag, 7. November 2013

Meistersinger Hans Sachs über die Fechtkunst

Der Schuhmacher und Meistersinger Hans Sachs aus Nürnberg dichtete um 1545 einen Lobgesang auf die Fechtkunst seiner Zeit. Teile dieses Fechtspruches übernahm Christoff Rösener später in sein eigenes Werk.

Der fechtspruch. Ankunfft unnd freyheyt der kunst

Eins tages ich ein fechter fragt,
Bat freundlich ihn, das er mir sagt,
Wo doch ir ritterliche kunst
Het ihren ursprung, der ich sunst
Von jugend auff het gunst getragen.
Da ward er wider zu mir sagen:
Die ritterliche kunst ist auff-kummen,
Hat iren ersten ursprung gnummen,
Eh wann Troya zerstöret war,
Etwas mehr dann aylff hundert jar
Vor des Herren Christi geburt.
Von Hercule erfunden wurd
Der olimpische kampff mit nam
Inn dem lande Arcadiam,
Bey Olimpo, dem hohen berck.
In diesem ritterlichen werck
Kempfften zu roß nackende held,
Wie Herodotus uns erzelt.
Welcher denn ritterlichen kempffet,
Die andren mit seym schwerte dempffet,
Der selbige wurd begabet gantz
Von öl-paumen mit eynem krantz.
In dem kampff Hercules erfacht
Groß lob und preiß durch heldes macht
Und auff-setzet den kampff fürwar,
Zu halten den im fünfften jar
Mit grosser herrligkeyt all mal.
Nach dieser olimpischen zal
Die Kriechen rechneten ir zeyt.
Poliderus des urkund geyd.
Als aber nun Hercules starb,
Dieser olimpisch kampff verdarb,
Das er ein zeyt lang von den alten
In kriechen-land nit wurd gehalten.
Den nach dem Iphitus, sein sun,
Hat widerumb auffrichten thun
Eben gleich in voriger art,
Nach-dem Troya zerstöret ward,
Der lang ist bey den Kriechen blieben,
Wie Solimus uns hat beschrieben.
Nach dem sind auch in Kriechen-landen
Mancherley art kampff-spiel erstanden,
Erlich, die nackat allenthalben
Mit dem paum-öl sich theten salben
Und kampffweiß mit eynander rungen,
Inn schrancken wettlufen und sprungen.
Nach dem errfand könig Pirrus groß
Den gewappneten thurnier zu roß,
Und wie man solt in ordnung reyten,
Genand der pirrisch sprung vor zeyten.
Zu solchem kempffn vor langer zeyt
Hat Mercurius zu-bereit
Die jungen kempffer in kampfstücken,
Auff das in thet der Sieg gelücken.
Hat also die erst fechtschul ghalten,
Wie uns bezeigen denn die alten,
Diodorus unnd ander mehr.
Es war die aller-größte ehr,
Wellicher da ein krantz erfacht,
Für alle reichthumb, gwalt und pracht.
Dergleichen auch das kampffspiel kommentareIn die mechtigen stat zu Rom,
Da Staurus ein theatrum baut,
Darinn das volck dem kampff zu-schaut,
Auff merbel-stein-seulen gesundert,
An der zal sechtzig und dreyhundert,
Das aller-gröste werck genand,
So ward gemacht durch menschen-hand,
Darinn mit grosser prechtigkeyt
Draucht man die kampffspiel lange zeit,
Das auff ein kampff der kempfer war
Offt mehr dann in die tausent par.
Sie fachten aber alle scharff,
Einer nandern schoß, hieb, stach und warff,
Mit schwertern, kolben, spieß und pfeil.
Ieder het ein schildlein im zu heil,
Darmit er sich schützt in der not.
Viel blieben auff dem kampff-platz tod,
Viel hart verwund, die sich ergaben.
Mancher art sie auch kempffet haben,
Auch mit peyheln und fisch-garn.
Auch etliche kempff bestellet warn
mit elephanten. Thieger-thiern,
mit parden, löwen, wilden stiern,
Mit wilden pferden und mit beren.
An den mustens ir kunst beweren.
On schaden gieng der kampff nicht ab.
Bey Fidena sich eins begab
Zu kayser Tyberii zeyt,
Das einfiel ein spiel-hauß gar weyt,
Zwaintzig tausent menschen erschlug,
So zu-sahen dem kampffe klug.
Nachdem aber die groß stat Rom
Zu christlichem gelauben kom,
Wuden abgelaint (abgelehnt) die kampff-spiel,
Dieweil es kostet blutes viel
Wider christlich ordnung und lieb.
Dennoch ein stück vom kampff noch blieb.
Viel held kempfften in freyem feld
Und rietten zamb inn finster weld,
Als Eck unnd der alt Hillebrand,
Laurein, hürnen Sewfrid genandt,
König Fasolt und Dietrich von Bern,
Theten einander kamff gewern,
Als zu erlangen preiß und ehr.
Dergleich vor kurtzer zeyt noch meer
War noch der rbauch beym teutschen adel,
Wo einer fand am andern dadel,
So erfordert er in zum kempffen,
Da einer thet den andern dempffen,
Ghrüst zu roß inn feld oder schrancken.
Wer lag, der lag, an (on) alles zancken.
Zu fuß man auch der zeyt noch kempffet.
Gerüst eyner den andren dempffet
Inn drey wehren, schwerd, dolch und spieß,
Wo einer auff den andern stieß,
Verwundet oder gar umb-bracht.
Dergleichen man scharff und nackat facht,
Inn wamas, hembd, mit einem schilt.
Solchs als ist worden abgestilt,
Das solche kempff verbotten hat
Römisch kayserlich mayestat,
Maximilianus, der thewer,
Auß christenlicher liebe fewer
Als ein unchristenliche that.
Darauß denn kam gar viel unrath
An leyb und auch an seel groß schaden
Und hat mit freyheyt thun begnaden
Fechten, die ritterliche kunst,
Darzu er denn hat sunder gunst,
Das er auch kund zu guter maß,
Und hat privelegieret das,
Des die meister von der geschicht
Ein ordnung haben auffgericht,
Sanct Marxen bruderschafft genendt,
Inn tetutschem land yetz weyt erkendt.
Welcher will maister sein des schwerts
Inn diesem ritterlichen schertz,
Der selb in die herbst-meß allein
Ziech hin gen Franckfurt an den Main!
Alda wirt er examiniert,
Von den maystern des schwerts probiert,
In allen stückn hie unberürt,
Was eynem meister zu-gebürt,
Fechtens kunst den verborgnen kern,
Kan er des maisterlich bewern,
Als-denn man in zu maister schlecht,
Sanct Marxen bruderschafft entpfecht.
Nach dem mag er auch fechtschuln halten,
Auch schuler lehrn und verwalten
Inn allen ritterlichen wehrn,
Erstlich im langen schwerdt mit ehrn,
Messer, spieß und der stangen warten,
Im dollich und der hellen-parten,
Iedlichs nach art mit seynen stücken,
So mag in ehren im gelücken,
Wo er schul helt im gantzen reich,
In fürsten-stetten der-geleich,
Durch-auß im gantzen teutschen land.
Ich sprach: Wie sind die stück genandt,
Die man muß leren im anfang?
Er sprach: Der kunst zu eym eingang
Lehrt man öber- unnd under-haw,
Mittel und flügel-haw genaw,
Auch geschlossen und einfachen sturtz,
Den tritt darzu, auch lert man kurtz
Den bossen und ein auffheben,
Außgeng und nieder-setzen eben.
Ich bat: Lieber mayster, zeygt an!
Wie nendt man die stück vor dem man?
Er sprach: Ob ich dirs gleich thu nennen,
Kanst du die stück ons werck nicht kennen,
Weil du nit hast gelert die kunst.
Doch ich dir auß besunder gunst
Etlich hew und stück nennen will,
Die maisterlich sind und subtil.
Der zorn-haw und krump-haw (schaw!)
Zwerch-haw, schiller-haw, scheytlter-haw,
Wunder-versatzung und nach-raysen,
Uberlauff, durchwechsel etlich hayssen,
Schneiden, hawen, stich im winden,
Abschneyden, hengen und anbinden.
Die kunst helt in vier leger klug
Alber, tag, ochs und den pflug.
Noch sind der stück viel alle sander,
Das immer eynes bricht das ander.
Doch in dem alln ein fechter (merck!)
Auff die vier bloß, auff schwech und sterck
Der höchsten rhur all mal war nemb,
Sein zoren selber breche und zem.
Noch sind verhanden vil kampff-stück,
Wie man ein werffen sol an rück,
Bain-brüch, hodn-stöß und arm-brechen,
Mord-stöß finger-brüch, zum-gsicht-stechen.
Ich sprach: Ich bitt euch, sagt mir auch,
Weil kempffen nit mehr ist im brauch,
Was ist die kunst des fechtens nütz?
Er sprach: Deiner frag bin ich urdrütz.
Laß fechtn gleich nur ein kurtzweil sein,
Ist doch die kunst löblich und fein,
Adelich, wie stechn und thruniern,
Als sayten-spiel, singen, quintiern.
Vor frawen, rittern und vor knechten,
Wo man ein lustig spiegel-fechten
Ziert mit manchem artlichen sprung,
Das erfrewet noch alt und jung.
Auch macht fechten, wer es wol kan,
Hurtig und thetig ein jungen man,
Geschickt und rund, leicht und gering,
Gelenck, fertig zu allem ding,
gehen dem Feind bhertzt und unverzagt,
Dapffer und keck, ders manlich wagt,
Kün und großmütig in dem krieg,
Zu gewinnen lob, ehr und sieg,
Macht mit im keck ander wol hundert.
On not des fechtens kunst dich wundert,
Weil auch erlangt die ehrlich kunst
Bey fürstn und herrn gnad und gunst,
Provision und dienst alzeyt.
Auch wirt mancher fechter gefreyt
Von fürstn oder königklich mayestat,
Das er macht, schul zu halten, hat,
Samb er ein gschlagner mayster sey.
Mein freund, nun hast vermercket bey
Mit kurtzen worten gar genung
Der löblichen kunst uresprung,
In grosser wirrd gehalten lang,
Auch wie sie yetzund sey im gang,
Darmit manicher meister mehr
Erlanget gleich den alten ehr.
Das die kunst zu-nemb, plü und wachs
In ehr und preiß, das wünscht Hans Sachs.
Anno salutis 1545, am 25 tag Julii

Aus: Keller, Adelbert (Hrsg.): Hans Sachs: Werke. Band 4. Laupp, Tübingen 1870, S. 209-215.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Ins Stammbuch (II)

"Die Fechtkunst überhaupt gründet sich auf zwei mathematischen Lehren. Das Stossfechten auf die Lehre vom Hebel, und das Hiebfechten auf die Lehre vom Pendel."
- Dr. Johann Wilhelm Roux in: Anleitung zur Fechtkunst nach mathematisch-physikalischen Grundsätzen, Bd. 1 (Jena, 1808)

Freitag, 27. September 2013

Le Bourgeois escrimeur: die Darstellung einer Fechtstunde in Molièrs Komödie „Der Bürger als Edelmann“

von Jan Schäfer

In der Balletkomödie „Der Bürger als Edelmann“ (Molière/Lully, 1670) geben sich im zweiten Akt die einzelnen Exericitenmeister bei dem Pariser Bürger Monsieur Jourdain mit ihren Unterrichtsstunden die Klinke in die Hand, was nicht ohne Konflikte abläuft. In Akt 2 unterrichten zuerst Musik- und Tanzlehrer, ehe in der zweiten Szene der Fechtmeister die Bühne betritt.
Zweite Scene
Die Vorigen (Anm.d.Red.: Monsieur Jourdain, Musiklehrer, Tanzlehrer, Lakaien)

Fechtlehrer (nachdem er Jourdain zwei Rappiere* in die Hand gegeben). Allons, mein Herr, die Reverenz! Den Körper gerade, ein wenig auf den linken Schenkel geneigt; die Beine nicht so weit auseinander; die Füße auf derselben Linie. Das Handgelenk der Hüfte entgegen; die Spitze Ihres Degens** Ihrer Schulter gegenüber; den Arm nicht ganz so gestreckt; die linke Hand in der Höhe ihrer Augen; die linke Schulter breiter; den Kopf gerade, den Blick sicher. - Vorwärts! - Den Körper fest. Stoßen Sie die Quart und gehen Sie in derselben Parade*** zurück. - Eins! Zwei! - Ausgelegt! Noch einmal, mit festem Fuß****. Eins! Zwei! - Einen Sprung zurück. Wenn Sie den Stoß führen, mein Herr, so muß der Degen zuerst vor und der Leib wohl gedeckt seyn. Eins! Zwei! - Ziehen Sie eine Terz an und stoßen Sie dieselbe vorwärts. Den Körper fest. - Vorwärts. Ausgefallen! Eins! Zwei! - In die Auslage. Noch einmal. - Einen Sprung zurück. - Deckung, mein Herr, Deckung! - (Bei dem Wort "Deckung" versetzt er ihm mehrere Stöße.)
Jourdain. Oh!
Musiklehrer. Höchst bewunderungswürdig.
Fechtlehrer. Ich habe es Ihnen schon gesagt, das ganze Geheimnis der Fechtkunst beruht nur auf zwei Dingen: auszutheilen und nicht zu bekommen. - Auch ist es, wie ich Ihnen neulich mit demonstrativen Gründen zeigte, unmöglich, daß Sie etwas bekommen, wenn Sie den Degen Ihres Gegners von der Linie Ihres Körpers abzuhalten wissen; das hängt nur von einer kleinen Bewegung des Handgelenks nach außen oder nach innen ab.
Jourdain. Auf diese Weise ist ein Mann, ohne Herz zu haben, sicher, seinen Mann zu tödten und nicht getödtet zu werden?
Fechtlehrer. Allerdings. - Haben Sie nicht die Demonstration davon gesehen?
Jourdain. Ja.
Fechtlehrer. Daraus sieht man auch, welche Bedeutung wir in einem Staate haben müßten, und wie die Fechtkunst offenbar den Sieg davon trägt über alle anderen und unnützen Wissenschaften, wie die Tanzkunst, die Musik, die -
Tanzlehrer. Sachte, mein Herr Fechtmeister! - Sprechen Sie von der Tanzkunst nur mit Respekt.
Musiklehrer. Lernen Sie, ich bitte Sie, die Vortrefflichkeit der Musik besser schätzen.
Fechtlehrer. Sie sind wunderliche Leute, daß Sie Ihre Wissenschaften mit der meinigen vergleichen wollen.
Musiklehrer. Seht einmal den wichtigen Mann!
Tanzlehrer. Das ist ein merkwürdiges Tier mit seinem Brustlatz.*****
Fechtlehrer. mein kleiner Tanzmeister, ich werde euch tanzen lassen, wie sich's gehört, und Ihr, mein kleiner Musikant, Ihr sollt mir hübsch singen.
Tanzlehrer. Mein Herr Eisenfresser, ich werde Euch Euer handwerk lehren.
Jourdain (zum Tanzlehrer). Sind Sie närrisch, daß Sie mit ihm Streit anfangen, der sich auf die Terz und die Quart versteht und einen Menschen aus demonstrativen Gründen zu tödten weiß.
Tanzlehrer. Er kann mir gestohlen werden mit seinen demonstrativen Gründen und seiner Terz und seiner Quart.
Jourdain. Sachte, sachte!
Fechtlehrer. Wie? Kleiner Unverschämter!
Jourdain. Halt, mein Fechtlehrer!
Tanzlehrer. Wie? Großes Kutschpferd!
Jourdain. Halt, Herr Tanzlehrer!
Fechtlehrer. Wenn ich mich auf euch werfe -
Jourdain. Sachte, sachte!
Tanzlehrer. Wenn ich die Hand an Euch lege -
Jourdain. Ruhig, ruhig!
Fechtlehrer. Da will ich Euch striegeln auf eine Weise -
Jourdain. Bitte, bitte!
Tanzlehrer. Da walk' ich euch in meiner manier -
Jourdain. Ich bitte Sie!
Musiklehrer. Lassen Sie uns nur ein wenig ihm das Reden lehren!
Jourdain. Gott, halten Sie ein! –

Dritte Scene.
Die Vorigen. Der Lehrer der Philosophie.

Jourdain. Heda, Herr Philosoph! Sie kommen gerade gelegen mit Ihrer Philosophie. - Stellen Sie doch ein wenig den Frieden her zwischen diesen Personen.
Philosoph. Was gibt es denn? Was haben Sie, meine Herren?
Jourdain. Sie haben sich so sehr erzürnt über die Vortrefflichkeit ihrer verschiedenen Professionen, daß sie sich Grobheiten sagen und handgemein werden wollen.
Philosoph. Eh, meine Herren, darf man so heftig werden? Haben Sie nicht die gelehrte Abhandlung gelesen, welche Seneca über den Zorn geschrieben hat? Gibt es etwas Niedrigeres und Schimpflicheres, als diese Leidenschaft, die aus einem Menschen ein wildes Thier macht? - Muß denn nicht die Vernunft die Herrin aller unserer Handlungen seyn?
Tanzlehrer. Aber, mein Herr, er sagte uns beiden Beleidigungen, indem er die Tanzkunst verachtet, die ich ausübe, und die Musik, die der Beruf dieses Herrn ist.
Philosoph. Ein Meister ist erhaben über alle Beleidigungen, die man ihm sagen kann; und die große Antwort, die man auf Schmähungen geben muß, ist Mäßigung und Geduld.
Fechtlehrer. Sie haben beide die Verwegenheit, ihre Professionen mit der meinigen vergleichen zu wollen.
Philosoph. Darf das Sie aufbringen? Nicht um eitlen Ruhm und Stand sollen die Menschen mit einander streiten; denn was uns vollkommen von einander unterscheidet, ist die Weisheit und die Tugend.
Tanzlehrer. Ich behaupte gegen ihn, daß die Tanzkunst eine Wissenschaft sey, der man nicht genug Ehre zeigen kann.
Musiklehrer. Und ich, daß die Musik eine Wissenschaft ist, die alle Jahrhunderte verehrt haben.
Fechtlehrer. Und ich behaupte gegen Beide, daß die Kunst, die Waffen zu führen, die schönste und nothwendigste aller Wissenschaften sey.
Philosoph. Was soll denn aber die Philosophie seyn? Ich finde euch alle drei sehr impertinent, vor mir mit solcher Arroganz zu reden, und Dingen, die man nicht einmal Kunst nennen sollte, den Namen Wissenschaft zu geben; Dinge, die man nur mit dem Namen des erbärmlichen Gewerbes des Dichters, des Bänkelsängers, und des Tänzers belegen kann.
Fechtlehrer. Fort, Hunde-Philosoph!
Musiklehrer. Fort, pedantischer Philister!
Tanzlehrer. Fort, Erz-Schulfuchs!
Philosoph. Was! Ihr Schlingel, Ihr!
(Er wirft sich auf sie; sie prügeln ihn durch und gehen sich prügelnd ab.)
Jourdain. Herr Philosoph!
Philosoph. Infame, insolente Schurken!
Jourdain. Herr Philosoph!
Fechtlehrer. Hol' die Pest das Vieh!
Jourdain. Meine Herren!
Philosoph. Unverschämter!
Jourdain. Herr Philosoph!
Tanzlehrer. Der Henker hole den aufgezäunten Esel!
Jourdain. Meine Herren!
Philosoph. Spitzbuben!
Jourdain. Herr Philosoph!
Musiklehrer. Zum Teufel mit dem Unverschämten!
Jourdain. Meine Herren!
Philosoph. Schufte! Lumpen! Verräther! betrüger! (Sie gehen hinaus.)
Jourdain. Herr Philosoph! - Meine Herren! Herr Philosoph! Meine Herren Herr Philosoph! O prügelt Euch so viel Ihr Lust habt, ich wüßte nichts dabei zu thun und werde nicht meinen Schlafrock verderben, um Euch auseinander zu bringen. - Ich wäre ein rechter Narr, wenn ich mich zwischen sie steckte und mir Schläge holte, die weh thun

Aus: Moliere's sämtliche Werke. Herausgegeben von Loius Lax. Ausgabe in einem Band. Aachen und Leipzig, Verlag von Jacob Anton Mayer 1838. S. 342f.

Anmerkungen: * im frz. Original: fleuret; ** im frz. Original: épée; *** im frz. Original: et achevez de même; **** im frz. Original: pied ferme; ***** im frz. Original: plastron

Eine französische Ausgabe: Le Bourgeois gentilhomme

Samstag, 20. April 2013

Ins Stammbuch (I)

"Theoretische Formeln sind stets intransigent; in der Fechtkunst bildet ihre unbeugsame Strenge häufig ein Hindernis für den Fortschritt, da sie eben nicht mit den physischen Eigenschaften rechnet, welche der Einzelne mitbringt, und die, so mannigfach sie auch sind, alle eine grössere oder geringere Mangelhaftigkeit gemeinsam haben. Man kann diese Schwierigkeit nur daduch beheben, dass man den starren Regeln eine gewisse Elasticität verleiht: man passe sie der Individualität, den natürlichen Hilfsquellen des Fechters an. Denn es ist irrig, zu glauben, man könne durch das Studium die Macht derselben überwinden, ebenso wie die Ansicht falsch ist, man müsse, um zu einer gewissen Vollendung im Fechten zu gelangen, vor allem Anderen seine Fehler ablegen; diese verschwinden erst mit dem Fortschreiten im Können, mit der Erschliessung neuer Hilfsquellen, und wer diese Reihenfolge umzukehren wünscht, der schlägt einen falschen Weg ein."
- Cav. Luigi Barbasetti in: Das Säbelfechten (Wien, 1899)

Samstag, 2. März 2013

"Wann ein Grosser mit einem Kleinen zu thun" etc. - Gegnerspezifik bei Johann Andreas Schmidt

Der Fechtmeister Johann Andreas Schmidt diskutierte in seiner „Leib-beschirmende und Feinden Trotz-bietende Fecht-Kunst“ (zuerst 1713 in Nürnberg) in Abteilung vier, Kapitel XVI das bewegungstaktische Verhalten „eines Grossen und eines Kleinen / eines Starcken und eines Schwachen / eines überhäuften Courageusen und eines Furchtsamen“. Schmidt legte das Kapitel „in Frag und Antwort eingetheilet“ an und stellte darin dar, "wie sich beyde Theile bey einer Action, im Fechten / erweisen sollen."

1.
Wann ein Grosser mit einem Kleinen zu thun / wie er seinen Vortheil im Fechten in acht nehmen soll?

Wann ein Grosser mit einem Kleinen zu thun hat; soll er seinen Vortheil in so weit vorstehen / daß er / weil er viel grösser ist / auch weiter weichen könne / sowol wegen seiner Grösse / als auch weil er den Leib besser überlegen kan / welche Uberbiegung dann ihm so weit für hilfft / daß er seinen Feind / dieser aber ihn nicht treffen kan; dann dieses muß ein Grosser wol in acht nehmen / daß / wann er nur seine Mensur zuerst erlanget hat / und der Kleine / um des Grossen Klinge zu stringiren / fort- oder zu-rücket / es ein Tempo sey / darinnen der Grosse den Kleinen verletzen / oder duch eine Finta in Unordnung bringen könne / indem er ihm zeiget / daß er das tempo, da sich der Kleine beweget / in acht genommen / und in die Blösse / welche er wird gemacht haben / als er hat wollen nach der Klinge gehen / treffen / auch alsobald wieder darauf die mensur brechen / da er sich dann so weit wird entfernet finden / daß der Kleine nicht wird anreichen können; Oder wann er ja von besagtem nichts zu Werck bringen könnte / soll er sich / indem er immer um so viel / als der Kleine zurücket / die Mensur bricht / daß er ihn nicht lasse zu seinem Zweck gelangen / so lange aufhalten / bis sich Gelegenheit eräugnet / entweder zu stossen / oder ihn anderswo in Botmässigkeit zu bringen. In allen diesen Würckungen / darff er nicht paßiren / nur muß er / wann etwan der Kleine paßirete / den Leib ausser Gefahr der Presenz bringen / und die Mensur brechen / daß derselbe nicht paßiren könne / er sey dann von der Spitze aufgehalten / und getroffen / so wird ihm bald der Lust zum Paßiren vergehen.

2.
Was hat der Kleine wegen seines Vortheils in acht zu nehmen / wann er mit einem Grossen zu thun?

Obwohl der Grosse einen grossen Vortheil der Linie hat; dennoch weil seine Bewegungen sehr langsam und mit grossen Blössen gemacht werden / kan er nicht so wol aus der Presenz fallen; ja weil das Ziel-Mal / darnach man stösset / viel grösser; bringet es dem Kleinen einen grossen Vortheil zum Verletzen / wann er sonderlich sich wol in seiner Mensur zu practiciren weiß: Denn weil ihn seine Klinge mehr bedecket er auch / um sich zu beschützen / nicht so grosse Bewegungen bedarff / ja weil er die gröste Gefahr / nemlich des Feindes Spitze ehe / als der Feind die seinige paßiret ist / auch seine Blössen viel kleiner sind; ist er weniger Gefahr unterworffen / und sind drum alle seine Würckungen viel sicherer als des Grossen seine.

3.
Was aber ein Starcker für Vortheile gegen einen Schwachen hat / ist vorher schon an sich selbsten genugsam bekant: doch magman sich wol in acht nehmen / und behutsam gehen / daß wann man des Schwachen Klinge stringiret / man nicht zu weitläuffig gehe / und zu viel Blösse gebe / damit der Schwache nicht a tempo gehe / und ihn also verletze.

4.
Was hat ein Schwacher in acht zu nehmen / wann er mit einem Starcken zu thun?

Ein Schwacher muß des Starcken Klinge allezeit meiden / und seine nicht finden lassen / viel weniger dem Starcken / wann er stossen will / zu pariren entgegen gehen: Sondern muß nur mit Wendung oder Retirirung des Leibes / die Stösse vermeiden / seine Klinge allezeit ffrey behalten / auch sich nicht zu viel wagen / dem Feinde sich zu nähern; hingegen soll ein Schwacher allezeit dem Feinde die Spitze vor- und entgegen halten / auf daß derselbe nicht paßiren könne / auch seich in de weiten Mensur erhalten / und seine Klinge nicht finden lassen / jedoch kan er dem Starcken wol / auf unterschiedene Art / durch ein betrüglich Tempo zum Stoß locken / oder sich stellen / als wolte er ihm die Klinge geben / auf daß / wann er nun meinet / er habe sie gewiß / und sich darum in selbigem Tempo beweget / er ein wenig die Mensur breche / und in die Blösse / so der Starkce alsdann gibet / stosse.

5.
Was zu thun / wann mit einem Jähzornigen oder überhäuften Courageusen zu thun hat?

Wann man mit einem Jähzornigen oder überhäuften Courageusen zu schaffen hat / soll man ihn anreitzen und angreiffen / daß er drauf loß gehe / auf daß man / indem er so zugehet / einen Vortheil ersehen / und ihn treffen könne; Aber es ist nicht gut / daß sich einer bemühet / auf solchen Fall hinein zu gehen / damit er nicht ohne einigen Vortheil des Degens mit ihm vom Fechten zum Ringen gerathe; Sondern er soll ihm vielmehr in seiner Künheit helffen / indem er ihm Gelegenheit gibt / damit er desto eher und leichter verfalle / in welchem Verfallen einer dann wider ihn gehen / und würcken / oder nach begebendem Fall / sich retiriren kan / auf daß einer sich selbst beschützen / und in selbigem tempo, ehe der Verwegene paßiret ist / ihn verletzen möge.

6.
Was zu thun / wann einer mit einem Furchtsamen zu schaffen?

Wann einer mit einem Furchtsamen / Trägen / oder auch mit einem Schleich-Fuchse zu thun / welcher nur auf den andern lauret / kan er denselben wol angreiffen / jedoch mit solcher Vorsichtigkeit / daß er nicht betrogen werde: Dann es wird einer vielmals wegen des Eifers und Verlangens / den andern zu treffen / indem er glaubet / es sey bey dem Feinde anders nicht zu thun / als daß man ihm eine Furcht einjage / selbst getroffen / da sich einer hergegen / wann er des andern erwartet / oder sein gemach und behutsam gehet / viel leichter schützen und den andern verletzen kan.

Auseinandersetzungen mit der Gegnerspezifik: Andere Autoren
Über spezifische Bewegungstaktik im Gefecht, die die Physis und das Verhalten des Gegners als Bezugspunkt nehmen, schreiben in jeweils gesonderten Kapiteln ihrer Bücher auch Salvator Fabris in "Lo Schermo, overo Scienza d’Arme" von 1606 (das Johann Andreas Schmidt in der Typisierung sehr wahrscheinlich als Vorbild diente, vgl. die Hynitz'sche Übersetzung aus dem Jahr 1713 (2. Auflage) und Theodor Verolini in "Der künstliche Fechter" von 1679 (basierend auf Joachim Meyers Werk, siehe Hinweise in dem verlinkten Artikel).

Montag, 28. Januar 2013

„Derenthalben ist hie auch etwas Aufmerkung zu haben / auf die Eygenschaft der Menschen“ - Die vier Fechtertypen bei Theodor Verolini (1679)

Der Fechtmeister Theodor Verolini schrieb im Rappier-Teil seines Fechtbuches „Der künstliche Fechter [...] Kurtzte / jedoch klare Beschreibung Der Freyen Ritterlichen und Adelichen Kunst des Fechtens Im Rappier / Dusacken und Schwerd / Wie dann auch mit angehängter Ring=Kunst“ von 1679 mehrere Absätze über gegnerspezifische Fechtanweisungen nieder:

Vom Fechten im Rappier /
auch in Ordnung solches Fechten
beschrieben wird.

[...]
Derenthalben ist hie auch etwas Aufmerkung zu haben / auf die Eygenschafft der Menschen / welche dann in dieser Fecht=Kunst artlich können in vier Theil getheilt werden / und sich nach fleissigem Aufmercken auch also viererley Fechter finden / damit du aber solchen nützlichem nachzudencken Anleitung haben magst / wil ich dir die erstlich erzehlen / und demnach wie du dich gegen deren einem jeden halten solt / eine kurze Lehr und Regel geben und setzen.

Und seynd die ersten diese / welche so bald sie den Mann im Zufechten erlangen können / den Nechsten mit Ungestüm herhauen und stechen / die andern seind etwas bescheidner / und greiffen nit zu grob an / sondern wann sich einer Verhauen / Verfallen / oder sonsten ihme durch Wechseln versaumbt hette / Reisen sie und folgen der nechsten gegebenen Blöß eylens nach / die dritten hauen nicht ehe zur Blöß / sie haben dann dieselben nicht allein gewiss / sondern haben auch acht / ob sie auch von desselbigen zulangen des Hiebs wider sicher in ein Versatzung / oder zum Wehrstreichen erholen können / mit welchen ichs auch allermeist halte / doch nach dem mein Gegenfechter ist / die Vierdten schicken sich in ein Hüt / und warten also auff des Manns=Stück / welche seynd entweder Alber oder gar Schamper / dann wer auff eines andern Stuck warten will / muß geschickt auch wol geübt und erfahren seyn / sonst wird er nit viel außrichten.
Also wie nun die ersten Ungestüm und etwann Thumkien / und wie man zu sagen pflegt doll / die andern listig und schampffer / die dritten fürsichtig und betrieglich / die vierdten gleich alber / Also must du dich deren aller vier auch selbst anmassen und geschickt machen / auf daß du den Man etwann mit Ungestüm / etwann mit List / etwann mit fürsichtigem Auffmercken betriegen könnest / oder auch mit albern Gebärden anreitzest / verführest / und ihme also nicht allein umb seine fürgenommene Stuck betriegest / sondern auch dir hiermit zur Blöß raumest und Platz machest / damit du ihm die Dester sicherer rühren und treffen könnest.

Nun gegen die ersten Fechter schicke dich also / wann du merckest daß dich einer im Angriff also mit hartem hauen und stechen übereylen und dich übertringen will / so versetz ihm sein Hau oder Stich mit ausgestrektem Arm / auf dein lange Schneid / nahet bey deinem Gefäß in die Stärcke / und wende ihm also dein Gefäß gegen alle seine herfliegenden Häuw und Stich / doch das du in solchem Versetzen nit zu weit aus dem Langen ort / von deinem Gesicht zur Seiten außfahrest / dann je Strecker du in solchem Abwenden mit deinem Gefäß vor deinem Gesicht bleibest / je besser es ist / und entzeuche allezeit deinen Kopf und Gesicht von seiner Klingen hinder die deine / und in dem du ihm also sein Hau unnd Stich aufhälst / so mercke fleissig ob du ihm die Versatzunge im andern / dritten oder vierdten Hau entzucken mögest / mit einem Abtritt zuruck / daß er sich mit seinem Hau oder Stich verfehlet / alsdann stich oder haue eben indem er noch im verfallen ist / oder ehe er sich wider erholt / behendiglichen nach / dann welche also Ungestüm mit hauen und stechen auff dich hinein stürmen / denen soltu allwegen im Langen ort / oder gerader Versatzung begegnen, auch ihme am ersten etwas nachgeben und weichen / doch daß du gleichwol alle Häuw und Stich von dir außtragest und abwendest / alsdann wann er schier müd unbesunnen oder sicher worden ist / und du deinen Vortheil ersehen hast / so folge behändiglich und fürsichtig nach / dann je mehr du weichest / je ungestümer er wird / je leichter du ihn vervortheilen kanst / doch daß du hiemit nichts aus deinem Vortheile tringen lassest / dann welcher so ungestüm von sich hauet / der hat sich bald verhauen.

Gegen die aber welche nicht also Ungestüm im Vor=hinein Fechten / sondern im nahe auf des Mans Vor=hinein Fechten acht nemmen / gegen dieselbigen schicke dich im Zufechten in der Hüten eine / alsdann Wechsel vor ihme mit Fürsichtigkeit aus einer Hut in die ander / und beute ihm eine Blöß nach der andern dar / doch daß das Orth allwegen vor ihm bleib / allerdings wie hievor vom Abwechseln gesagt / alsbald er dir unterdeß zusticht oder hauet / so fall ihm mit Absetzen oder Dämpffen darauf / und eyl im bald der geöffneten Blöß zu.

Gegen die dritten Fechter Practicier also / wann du merckest daß dein Gegenfechter nit zu erst hauen / noch der Blössen bald zueylt / er hab sie dann gewiß / so schickte dich im Zufechten in die Nebenhüt / oder im Wechsel verharr ein kleine Weil darin / als wolltest du auff seine Stuck warten / indessen aber gehe aus der Undernhüt / wider übersich / und stell dich als woltest du in die Oberhüt verwechseln / wann du schier in der Oberhüt ankommen bist / so verwende dein Wehr in eyl zum Streich / haue also eylends ehe er sich des versicht / der nechsten Blöß zu durch / mit außgestrecktem Arm / damit du dich abermals blössest / welcher Blöß er er ohn zweiffel bald (dieweil du ihme die / also durch einen ohnversehenen Streich dargebotten hast) eylends zuhauen wird / thut er solches so setz ihm ab / und Arbeit fort zur Blöß / hauen er nicht / so stich deinem vollbrachten Hau bald ein starcken Stich nach / dieses ist ein geschwinder Betrug / daß du dich mit Gebärden stellest / als wolltest du erst lang von im aus einem Leger in das ander gehen / und thust es auch zum Theil / aber wann du schier mit deiner Wehr zu der fürgenommenen Oberhut ankommest / und ersihest indeß dein Gelegenheit / so verwende dein Wehr ehe dann du vollkommen in das Leger kommest zu einem Streich.

So viel aber die vierdten Fechter belanget / sich gegen sie anzuschicken, daß findest du in bisher gelehrten Stucken durchaus. Also soltu nun auf deines Gegenmanns Gewonheit Art und Natur achtung geben / dadurch sein fürnehmen zu erkennen / damit du einem jeden nach Gelegenheit zu begegnen wissest, letztlich so soltu allwegen drey Häuw fleissig in acht haben / also daß du mit dem einen Reitzest / mit dem andern Nemest / Versetzest / und mit dem dritten Treffest.

Über "Der künstliche Fechter":
Das Fechtbuch ist von Theodor Verolini in vier Teile (Schwert, Dussack, Rappier, Ringen) untergliedert worden und zählt insgesamt 27 Seiten Text [Schwert: 5, Dussack: 5, Rappier: 9, Ringen: 8] und 111 Seiten Illustrationen [Schwert: 15, Dussack: 14, Rappier: 10, Ringen: 72]. Erschienen ist es 1679 im fränkischen Würzburg beim Buchdrucker Joann Bencard. Der Fechtmeister Verolini orientierte sich in "Der künstliche Fechter" bei langem Schwert, Dussack und Rappier in Inhalt und Illustrationen stark an Joachim Meyer (“Gründliche Beschreibung der freyen Ritterlichen und Adelichen kunst des Fechtens”, Straßburg 1570 und Manger, Augsburg 1600). Für seinen Ringteil übernahm er einen Widenmann-Nachdruck (mehrere seit 1675) von Nicolaes Petters Buch (“Klare Onderrichtinge der Voortreffelijcke Worstel-Konst", bei Johannes Janssonius van Waesberge, Amsterdam 1674) (vgl. dazu Wassmannssdorff: "RingKunst" 1887, S. 5 [pdf]).

Nachtrag:
Der Part über die "Eygenschaft der Menschen" ist wie weite Teile von Verolinis Buch dem Werke Joachim Meyers “Gründliche Beschreibung der freyen Ritterlichen und Adelichen kunst des Fechtens”, Straßburg 1570) entnommen (-> siehe ab XCIX). Danke an Roger Norling von HROARR.